„Während Du schliefst …“

26. November 2006 um 11:08 Uhr

Heute morgen bin ich in erbarmungswürdiger Frühe zu einer heroischen Tat aufgebrochen. Ich war joggen – um 8:30! Als kleiner Trost für den verlorenen Sonntagsschlaf ließ ich dem Stolz freien Lauf (wenigstens der sollte behende traben): „Während ihr alle schlaft, bin ich schon fit!“

Außerdem motivierte mich der Gedanke, ganz allein zu sein mit der morgendlichen Welt. Ich würde beim nahen Teich die Enten hören, meinen Schritten im Herbstlaub lauschen und eins sein mit …

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Wider Word

20. November 2006 um 21:56 Uhr

Was für ein Wiedersehen!Nanu? Wird das „Aufwiedersehen“ nach der Reform jetzt anders geschrieben? „Auf wieder Sehen“ vielleicht? Jedenfalls meinte Word neulich, das Wort in meinem Text rot markieren zu müssen. Also ließ ich mir die Rechtschreibvorschläge anzeigen und staunte nicht schlecht –

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Mein Leben

um 21:18 Uhr

Keine Angst, dies ist nicht der Beginn einer Autobiographie. Aber über das Genre fand ich gerade einen köstlichen kleinen Artikel in der ZEIT (Nr. 46 vom 9.11.06). Matthias Stolz macht sich darin unter der Überschrift „Ich über mich“ so seine Gedanken, warum Autobiographien stets phantasielose Titel tragen. Er schreibt, dass sie

„die literarische Form sind, die mit den bescheidensten Titeln auskommen muss. Sie heißen meistens Mein Leben, Erinnerungen oder Ich und irgendwas – nach dieser Titelfindungsweise würden Romane ‚Eine fiktive Geschichte‘ oder ‚Das habe ich mir ausgedacht‘ heißen.“

Das wäre ja … nicht auszudenken!

Darwins Kaffeemaschine

14. November 2006 um 21:14 Uhr

Weiße KaffeemaschineNach Darwins Theorie der natürlichen Selektion müßten sie ausgestorben sein, die weißen Kaffeemaschinen. Warum, liegt auf der Hand: Braun und Weiß sind Farben, die einen deutlich sichtbaren Kontrast ergeben. Da hilft auch eifriges Wischen nicht: Nach kurzer Zeit ist sie nicht mehr jungfräulich, die ehemals weiße Schönheit.

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Soll ich? Oder soll ich nicht?

12. November 2006 um 12:36 Uhr

Gerade stolperte ich über diese Auswahlmöglichkeit in einer Software:

Soll ich?

Hm? Soll ich? Oder lieber nicht?

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Auch Gangster müssen Schritt halten

um 12:04 Uhr

In einem dunklen Haus. Ein schwarzer Lederhandschuh kommt ins Bild. Die Hand greift nach dem Telefonkabel. Ein kurzer Messerschnitt und der – natürlich alleinstehende – Bewohner ist telekommunikativ von der Außenwelt abgeschnitten. Und nun in größter Gefahr.

So oder ähnlich kennen wir das aus unzähligen Thrillern und so sah ich’s neulich im Fernsehen. Nur, dass mir diesmal durch den Kopf ging: „Wie blöd, der nimmt doch das Handy!“

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Kuliarische Kindheitserinnerung

5. November 2006 um 12:57 Uhr

RavioliWißt ihr noch? Wie lecker die Fischstäbchen früher bei Muttern schmeckten? Oder die Ravioli, auch wenn Sie aus der Dose kamen?

Dieses heimelige Gefühl wollte ich wiederentdecken und nahm mir kürzlich so eine Dose Kinderglück mit. Ich darf berichten: Der Versuch, die Kindheit kulinarisch wiederzubeleben, war eine einzige Enttäuschung.

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Horay – spam is here to stay

um 12:14 Uhr

Spam … gibt es eine größere Menschheitsplage? Na gut, vielleicht noch allzu redselige Zeitgenossen in Bahn und Bus. Spam per Mail habe ich inzwischen erfolgreich bekämpft und der Nerv ist fast vergessen.

Kommentar-SpamGut für den Blutdruck, dass es Alternativen gibt: Zum Beispiel den „Kommentar-Spam“. Das ist der selbe Müll, nur jetzt versteckt als „Kommentar“ in Blogs. Es war also nur eine Frage der Zeit bis ich die ersten Müll-Kommentare entsorgen durfte.

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Lächeln aus dem Bush

4. November 2006 um 19:10 Uhr

Bush-Bashing ist ja gerade in Mode. Jetzt, wo der amtierende US-Präsident schwächelt, gehen auch ehemals Getreue auf Distanz. Endlich, möchte man sagen.

Eine Sache, die mich schon lange an diesem Mann beschäftigt: Er schafft es, auch Reden zu den ernstesten Themen noch mit einem schiefen Lächeln abzuschließen. Während er vorher noch dramatisch oder kämpferisch auftritt, reißt er zum Schluss mit diesem Lächeln die Stimmung herum.

Was soll das? Die einzige Erklärung, die ich habe: Er kommuniziert in diesem Moment mit seinen Beratern: Hey Karl, how was that? Hey Mom, how did I do?