Is mer ejal

18. März 2007 um 10:17 Uhr

Wie et mer jeht? Is mer ejal.

Aus dem Günter Wallraff Portrait in der ZEIT von 15.03.07

Gut verpackt

um 09:47 Uhr

15 Industrieklammern - da geht kein Deckel aufMeine Nachbarn hatten das Paket netterweise angenommen. „Thomann.de – Europas größtes Musikhaus“. Komisch nur: Sie hatten es im Flur stehen lassen. Vielleicht, weil es eine halbe 3-Zimmer Wohnung ausfüllt. In selbiger Wohnung packe ich aus. Ich versuche es jedenfalls. Thomann scheinen seine Waren am Herzen zu liegen: Die Oberseite des 5 Kilo leichten Riesen ist mit 15 Industrieklammern gesichert, der Innenraum mit Luftkissen von mindestens 20 Kubikmetern ausgefüllt. Himmel, diesem Paket würde auch ein bunkerbrechende Bombe nichts anhaben. Darin liegt – bestens geschützt also – … die Schutztasche für eine Schlagzeugtrommel.

Generation Vinyl

17. März 2007 um 11:37 Uhr

Stevie Wonder's Original Musiquarium (bei amazon.de)Neulich wollte ich unbedingt einen Song von Stevie Wonder* hören. Also rein in den Plattenladen (naja, wohl eher Elektro-Monster-Megastore).
Als ich dieses Cover sehe, geht’s auf eine völlig unerwartete Tour d‘ Émotion: Mann, was hab ich das Ding damals geliebt. Ha, weißt Du noch? (Obacht! Selbstgespräch!) Das war doch, als …

Der Rest ist zu privat für ein Blog. :-) Schon erstaunlich, welche Erinnerungen an einem Stück Kunststoff hängen. Ich gehöre wohl zur Generation Vinyl.

* „I just called to say I love you“ … … … just kidding! :-)
Es war das funky „I wish“, nach dem mir gelüstete.

Bonjour Tristes!

12. März 2007 um 21:37 Uhr

Tristes wird irgendwann zur TristesseDas Leben kann mitunter ziemlich grau und öde sein. Das nennt man dann wohl Tristesse.

Zum Glück gibt’s tagesschau.de, da bekommen auch trübe Tage eine fröhliche Note. Heute hatte die Online-Redaktion mit der überbordenden Jungendkriminalität in Washington D.C. ein bitteres Thema auf dem Schirm. Erheiternd fand ich aber die Bildunterschrift.

Vielleicht hatte es „herrscht Tristes vor“ heißen sollen, oder es ist der Ghetto-König Joe Tristes, der hier die Fäden zieht. Ich vermute aber eher, hier herrscht die orthografische* Ahnungslosigkeit …

* OK, aus ‚Graphik‘ wurde mit der Reform ‚Grafik‘, damit die Schüler es einmal leichter haben. Aber dürfen wir dem, der’s über die Ortho-Klippe schafft, nicht auch den Sprung über den Graphik-Graben zutrauen?

Popstar Logik

9. März 2007 um 21:44 Uhr

Gestern gab’s die Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest:
Roger Cicero fährt nach Helsinki, die drei Damen der Casting-Retortenband Monrose bleiben hier. Der NDR veranstaltete vor dem Konzert einen Chat für die Monrose-Fans und stellte das Protokoll ins Netz. Da war doch glatt zu lesen:

„Guest00092: Wie schätzt ihr eure Chancen beim ESC? Wie weit, glaubt ihr, kommt ihr?
Monrose: Fity-fifty – das kommt drauf an, wie uns die Leute voten werden.“

Wie bitte? Die Erfolgsaussichten hängen vom Ergebnis ab?

„Herr Doktor, wie stehen meine Chancen bei der Herz-OP?“
„Wenn wir’s hinbekommen bei 100% …“

Das muss irgendwie Popstar Logik sein … ;-)

Geisterfahrer

8. März 2007 um 21:11 Uhr

Es gibt diesen wunderbar klugen Witz:

„Verkehrsdurchsage: Achtung, auf der A1 kommt ihnen in Richtung Hamburg zwischen Sittensen und Rade ein Falschfahrer entgegen. Bitte …“

„Einer?? Die Spinner! Hunderte!!“

Ich erlebe die Szene (im übertragenen Sinn) bald täglich: Die Wirklichkeit sendet das Signal immer wieder und wird für irreal erklärt. Ich hab Recht, und wenn alles dagegen spricht: Ich bleib dabei, auch wenn’s knallt.

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XING

um 20:46 Uhr

„Raider heißt jetzt Twix, geändert hat sich nix“ und eine bekannte Kontaktplattform für Geschäftsleute hat sich vor kurzem vom „Open Business Club“ in XING gewandelt. Was für ein Fortschritt. Vor allem in Hinblick auf die Aussprache.

Unsicherheit bei den Nutzern allerorten:

„Ich glaub, das wird ‚ksing‘ gesprochen.“
„Ich mein, es heißt Crossing.“*
„Nein, nein, ‚ick-sing‘ ist korrekt!“

Hier die offizielle Auflösung des Rätsels vom XING-Support:

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Abtörner

7. März 2007 um 21:54 Uhr

Neulich sah ich eine attraktive junge Dame. Sie hatte nur einen Makel: Über einer weißen Bluse trug sie einen hellrosafarbenen Pullunder. Nochmal: Einen Pullunder! Hellrosa!

Frauen hört her: Männer sehen in Pullundern gräßlich aus, Frauen darin nur ein wenig vorteilhafter. Aber hellrosafarbene Pullunder sind nun wirklich ein 100%iger Abtörner. Finger weg von dem Stoff!

Streitfrage

um 21:09 Uhr

Im Focus, den ich seit Wochen mit mir rumschleppe, las ich heute morgen den Artikel „Kinder haften für ihre Eltern“. Darin wird beschrieben, wie zäh das Ringen sein kann mit Sozialämtern, die vorausgezahlte Pflegeleistungen für Senioren von deren Kindern zurückfordern. Verdutzt las ich:

„Dann verkacht sich der Maschinenbautechniker mit seinen acht Geschwistern über die Aufteilung der 385 Euro monatlich, die das Sozialamt [für die Pflege der Mutter] zurückfordert.“

Klar, man schaut nicht hinein in die Familien, man kennt die Hintergründe nicht. Aber wenn der Focus-Redakteur gut recherchiert und keinen Quatsch geschrieben hat, heißt das auch bei flüchtigem Kopfrechnen auf Hochdeutsch: „Ey, Mudder is‘ mir echt kein Fuffi wert.“ Na denn …

Jobkiller Innovation

4. März 2007 um 15:38 Uhr

In der Debatte um Klimaschutz und nicht eingehaltene Selbstverpflichtungen der Industrie meldete sich neulich Audi-Chef Stadler zu Wort: „“Wir sind keine Sozialhilfestation, wir sind ein Wirtschaftsunternehmen.“

Richtig Herr Stadler, für die automobile Sozialhilfe sind bekanntlich die Japaner zuständig.

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