Listen to the tellerin!

25. September 2007 um 21:27 Uhr

Hier geht es um eine berühmte Storytellerin
Eigentlich eine nette Geste: Per Mail lud man mich zu einem Workshop in der Toscana ein. Nein, es ging nicht ums Trommeln, sondern um die Erzählkunst, das „Storytelling“. Und mit Mary-Alice Arthur war wohl eine Koryphäe an Bord. Was mich erstaunt. An ihrer Stelle wäre ich geflüchtet, kündigte man mich als „Storytellerin“ an.

Obwohl … das konsequente Anhängen der IN-Silbe zur geschlechtlichen Feinjustierung hat ja durchaus seinen Reiz. Ich hör’s schon: „Estherin kam wirklich schnell voran auf der Karriereleiterin.“ „Vielleicht lag’s an ihrer zarten Lebensalterin?“ „Sag mal, willst Du Ärgerin?“

Customized Communication

23. September 2007 um 13:10 Uhr

Mein Name mitten im Heft ... eingebunden in einer GrafikNeulich flatterte mir bei der Arbeit ein Magazin in die Hand, dessen Ausgabe sich mit „Customized Communication“ beschäftigte. Ich wollte es gerade wegwerfen, wurde aber neugierig. Werbebriefe mit persönlicher Anrede sind nun wirklich ein alter Hut, aber im Dialog-Marketing hat sich inzwischen viel getan.

Irgendwie blieb ich an einem Artikel über Typografie hängen. Die Grafik mit den Bleilettern hatte es mir angetan und ich las die spiegelverkehrten Buchstaben. Staunend. Dort stand mein Vor- und Nachname. Mitten im Heft. Respekt.

Beate hört die Signale!

um 12:46 Uhr

Neulich beklagte ich mich hier, dass Beate Uhse ihr Schaufenster nicht jahreszeitlich passend dekoriert. Sie hat meine Rufe erhört! Gestern sah ich im Vorbeifahren ein schön herbstlich gestaltetes Schaufenster. Die neuen Plakate sind textlich viel geschmackvoller und die abgebildeten Damen durften sich für die Aufnahmen im gemütlichen, warmen Studio aufhalten.

Auf der anderen Seite … bei solch herbstlicher Stimmung ist die Vorfreude auf Frühlingsgefühle nun dahin. Ach, irgendwie kann Beate es mir wirklich nicht recht machen.

Mallorca 2007

16. September 2007 um 12:20 Uhr

Ausblick vom Wachturm vor San TelmoEigentlich hätte es in diesem Jahr die Bretagne werden sollen, aber Reisepläne sind ja zum ändern da. Und so landeten Thommy und ich auf Mallorca, stiegen in einen kleinen, sportiven Punto und bezogen Quartier in den schönen Bergen Valdemossas. (Fortsetzung unten)

Fotogalerien:
Mallorca über und unterwasser

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Ernste Warnung …

um 11:42 Uhr

… vor dem Kauf von Bastian Sicks „Happy Aua“. Das Buch zeigt eine Fülle Fotos, die ihm Leser seiner Spiegel-Kolumne zuschickten. Darauf sieht man lauter Schilder, Tafeln, Plakate und Druckerzeugnisse, die eins gemeinsam haben: Groteske Schreibfehler.

Dumm nur: Man kann das Buch einfach nicht in der Öffentlichkeit lesen. Jedenfalls nicht, ohne Gefahr zu laufen, als „hilflose Person“ in eine Anstalt eingewiesen zu werden. Entweder war mein Busfahrer abgelenkt oder er hatte überbordendes Verständnis für gackernde Fahrgäste. So don’t try this at home!

Darstellungskünstler

um 11:32 Uhr

Neulich war in einem Artikel zur Krise der WestLB im Handelsblatt zu lesen:

Auch Analysten sehen die Liquiditätszusagen nicht als ernstes Problem an. „Die Bank kann das sicherlich darstellen, aber es könnte die Eigenkapitalposition belasten, wenn Assets auf die eigene Bilanz genommen werden“ sagte ein Analyst der namentlich nicht erwähnt werden wollte.

Kluger Analyst. So etwas würd‘ ich auch nur unter der Zusicherung von Anonymität von mir geben.

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Tanken ist geil!

um 11:14 Uhr

Zwei Meldungen eines Tages auf tagesschau.de
Zwei Meldungen auf tagesschau.de – am selben Tag.

Es war der Tag, als ich in meiner Mittagspause einen wirklich geschmacklos aufgemotzten Mercedes sah. Eine betagte S-Klasse stand da. Schwer zu übersehen, dass unter der Haube der Tuner Brabus für mehr PS gesorgt hatte, es stand schließlich in fetten Lettern am Heck.

Schlimmer noch die goldfarben abgesetzten Spiegel. Wer fährt mit so einem Auto auch nur aus der Garage heraus? Gerade wollte ich tiefstem Kulturpessimismus anheim fallen, als ich direkt über dem Tankdeckel diese Aufschrift fand: „Tanken ist geil!“ Wenn der Besitzer auch kein Fünkchen Geschmack besitzt, humorlos ist er nicht.

… und es ist Frühling!

15. September 2007 um 12:49 Uhr

Zumindest bei Beate Uhse. Davon kann ich mich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit überzeugen, wenn mein Bus an der Ampel hält. Beate hat ihr Schaufenster hübsch dekoriert. Man sieht Plakate mit durchaus attraktiven, wenn auch für Frühlingstemperaturen eindeutig zu leicht bekleideten Damen.

Die Poster variieren das Thema Frühlingsgefühle*. Eine Weile konnte ich da emotional gut mithalten, aber der heiße Sommer machte das Frühlingsfeeling zunichte. Aber ich spür’s, es kommt zurück. Dank Beate steigt die Vorfreude mit jedem Tag.

* Die Plakate sind etwas unglücklich gestaltet. Jeder weiß, dass im Frühling die ersten Blümchen sprießen, aber Dildos? Ein romantischer Frühlingsspaziergang bekommt da eine ganz besondere Note. „Schau mal Schatz, da drüben …“

Die Sommerpause ist rum …

um 12:26 Uhr

… und ich hab wieder ein paar Ideen für dieses Blog.
So stay tuned and don’t you touch that dial*.


* Ich bin neulich mal aus Neugier der Frage nachgegangen, was der Spruch mit dem „Dial“ wohl bedeuten mag. Erstmals kam ich überkreuz … hoppla (came across) :-) in einem Joe Jackson Song. Der Satz stammt noch aus der „guten alten Zeit“ als Radios noch einen Drehknopf für die Senderwahl hatten und die Kommerzsender sich sorgten, in der Werbepause könnte jemand am Knöpfchen drehen. Hat sich nicht viel geändert … („Bleiben Sie dran, ich pfeif zähl auf Sie!“)