13. Januar 2009 um 16:18 Uhr

Und ich dachte noch, ich müsste 2009 für ein auskömmliches Dasein hart arbeiten. Nix da! Finanzkrise – das war 2008! Ich lass meine Finanzlage einfach hochzählen! Toll, am besten fang’ ich selbst schon mal an …
1.000.000
1.000.001
1.000.002
1.000.003
… (to be continued)
6. Januar 2009 um 17:06 Uhr

Kleines Päckchen, große Überraschung: Ein kleines Teil fürs Schlagzeug konnte mir mein Händler nicht sofort aus dem Großlager liefern, sondern musste es über seinen Laden erst besorgen. Das hat er dann wohl seinem Ladenbären aufgetragen.
Manchmal überfällt einen ja der Bärenhunger. Wenn man bedenkt, dass das hier kein flüchtig falsch geschriebenes Zettelchen, sondern ein Aufkleber ist, überfallen mich eher Bärensorgen – um die Rechtschreibung.
30. November 2008 um 17:15 Uhr
Dieses Gefühl hatte ich zwei Jahre lang nicht mehr, seit ich Windows den Rücken kehrte. Hab’s auch nie vermisst. Nun sitze ich vor meinem Mac und schaue staunend auf den Fortschrittsbalken eines Installationsprogramms. Dazu muss man wissen, dass Installationen auf den Macs in der Regel mit dem Verschieben einer Datei erledigt sind. Nicht so bei Adobes aktuellem Photoshop Elements.
Die Installation meiner Demoversion dauert geschlagene sechs Minuten. Klar, es ist ja auch ein sattes Gigabyte (kein Witz!) an Daten auf den Rechner zu schaufeln. Für die Light-Fassung eines Bildbearbeitungsprogramms! Nun habe ich aber auch Lizenzbedingungen in den Sprachen der Welt auf dem Rechner. Vielleicht lerne ich ja nochmal Suomi – dann kann ich zumindest die Qualität der Übersetzung prüfen.
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um 09:52 Uhr
Phishing (krimineller Online-Datendiebstahl) ist nicht neu, sondern eine lästige Plage, die immer wiederkehrt – diesmal als angebliche Nachricht von PayPal. Als Kunde (der ich nicht bin), solle ich mich doch bitte schön einloggen (wozu auch erfundene Daten genügten) und gleich mal schnell meine vollständigen Kreditkartendaten eingeben – natürlich einschließlich geheimer PIN.
Kreativ fand ich dann aber diese Information für mißtrauische Zeitgenossen: “Why is your PIN required?” Gute Frage – höchst spaßige Antwort: Das sei nur “die neueste Sicherheitsmaßnahme gegen: Identitätsdiebstahl, Kreditkartenbetrug und unberechtigte Kontennutzung.”
Da bleibt mir echt die Spucke weg …
5. Januar 2008 um 16:37 Uhr

Also, ich bin ja in allerkeinster Weise für vorschnellste Urteile. Aber ich bin mit völligster Überzeugung gegen sprachliche Todsünden. Dieser Musikalienhändler bietet Schlagzeuge an, die einfach mehr als alles bieten. Und dafür verdient er einfach mehr als einen Komplettrüffel. Ihm gebührt unsere allgemeinste Verachtung. Am mindestensten.
13. Oktober 2007 um 11:43 Uhr

Bislang hielt ich mich nicht für blöd. Aber es gibt Tage, da muss man liebgewonnene Überzeugungen über Bord werfen. Einer italienischen Möbelfirma verdanke ich Klarheit über mein geistiges Vermögen: Ich bin ein Vollidiot! Ganz einfach.
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7. Oktober 2007 um 16:46 Uhr
Fluggesellschaften haben ein neues deutsches Wort entdeckt. So wirbt die Air France für ihr Streckennetz mit dem Hinweis auf “15.000 Flüge täglich – 791 Destinationen”.
Destinationen? Fünf Silben statt zwei. Aber 791 Ziele klang wohl zu schnöde. Vielleicht wären 791 Reiseziele attraktiver, die können immerhin mit vier Silben aufwarten.
3. Oktober 2007 um 20:46 Uhr
Neulich in der Apotheke: Ein Ständer mit der Aufschrift “Innovation Haarausfall”.
Eine innovative Pille für Haarausfall? Komisch, bislang hatte ich ihn immer als unausweichliches Übel betrachtet. Aber offensichtlich bin ich richtig gut dran. Ich brauche ja keine Pillen.*
*Mal im Ernst: Wenn die Party in der Werbeagentur wieder heftig war, gehen solche Pannen klar. Da braucht man sich wirklich nicht die Haare raufen. Aber waren die Entscheider der Pharmafirma auch eingeladen?
25. September 2007 um 21:27 Uhr

Eigentlich eine nette Geste: Per Mail lud man mich zu einem Workshop in der Toscana ein. Nein, es ging nicht ums Trommeln, sondern um die Erzählkunst, das “Storytelling”. Und mit Mary-Alice Arthur war wohl eine Koryphäe an Bord. Was mich erstaunt. An ihrer Stelle wäre ich geflüchtet, kündigte man mich als “Storytellerin” an.
Obwohl … das konsequente Anhängen der IN-Silbe zur geschlechtlichen Feinjustierung hat ja durchaus seinen Reiz. Ich hör’s schon: “Estherin kam wirklich schnell voran auf der Karriereleiterin.” “Vielleicht lag’s an ihrer zarten Lebensalterin?” “Sag mal, willst Du Ärgerin?”