Heldin

12. Dezember 2010 um 16:04 Uhr

Bis vor kurzem saß mit Senri Kawaguchi eine 13-jährige Japanerin auf meinem persönlichen Heldenthron der Schlagzeugerinnen. Nun hab ich sie höflich gebeten, ein kleines Stück zu rücken, damit sich eine unglaubliche Kanadierin hinzugesellen kann. Das erste Video von Emmanuelle Caplette ließ mich noch an eine eher schüchterne, aber höchst versierte Amateurin glauben … obwohl … solche Technik? Nach ein wenig Recherche war klar, Emmanuelle kann a) auch anders und b) auch business. Sie ist Profi, aber was für einer … nee … eine. Wow.

Im Schatten

15. Februar 2010 um 19:49 Uhr

Darf der Staat im Schatten agieren?Darf der Staat kriminell beschafte Daten kaufen, um Steuersünder zu überführen? Auf jeden Fall, dachte ich und freute mich darüber, dass jetzt auch mal die großen Fische an den Haken kommen. Bedenken? Das sei im Grunde wie bei der Kronzeugenregelung, sagen die Befürworter und ich nickte. Aber nur kurz.

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Nostalgia

13. Januar 2010 um 15:42 Uhr

Bring on the night. I couldn't stand another hour of daylight.
1987. Wir sind auf der Autobahn und hören die neue Live-Scheibe von Sting. Frank, unser Gitarrist erzählt von dem großartigen Film, der von den Proben zu dieser Konzerttour handelt: „Bring on the Night“. Die Entstehung der Blue-Turtles-Band. Besonders die Atmosphäre des Films hat es ihm angetan. Proben in einem alten französischen Schloss, wer möchte das nicht?

2010. Nach all den Jahren hab‘ ich mir tatsächlich diesen Film gekauft. Vielleicht, weil ich doch mal sehen wollte, wie das in dem Schloss zugegangen ist. Die Wirkung ist enorm.

Kaum läuft der Titelsong … booooom!

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Beeindruckende Steinzeit

6. Januar 2010 um 11:33 Uhr

Wow ... das Internet der Steinzeit: gopherJa, es gibt ein Leben jenseits des http://www. Als ich 1994 meine ersten Gehversuche im Internet machte, gab es einen sagenumwobenen Internet-Dienst namens gopher. Der war ein textbasierter Vorläufer des World Wide Web und sehr cool. Dann kam das WWW und der Rest ist bekannte Geschichte.

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Augenwischerei

27. Dezember 2009 um 10:54 Uhr

Wieder ein – zum Glück vereitelter -Terroranschlag. Wieder die selbe Reaktion von Behörden und Öffentlichkeit, der selbe Blödsinn. Wie ein Reflex. „Wie konnte der Sprengstoff an Bord kommen?“ fragt n-tv. Ja, wie wohl? Genau so wie immer und wie auch in Zukunft. Über das Handgepäck. Über die ganz normal unzuverlässige Gepäckkontrolle. Wann traut sich mal jemand, die Wahrheit zu sagen?

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Kostbarer Tropfen

20. Dezember 2009 um 12:44 Uhr

Für den wahren Weinkenner: Das Beste aus den Weinkellern der EUHmmm … da haben wir aber mal was ganz, ganz Feines: Ein „Verschnitt von Weinen aus mehreren Ländern der Europäischen Gemeinschaft“.

Da darf man wohl annehmen, dass für diesen edlen Tropfen die besten der Winzer Europas Rat hielten und sich auf eine besonders ausgewogene Komposition einigten: Aus mehreren Jahrgängen, aus mehreren Rebsorten und aus so vielen verschiedenen Anbaugebieten konnten sie wählen, dass nur das Beste vom Besten gut genug gewesen sein dürfte für diesen Winzerschoppen.

Ein Wein, der es in sich hat. So oder so. Bitte: Wer macht so etwas? Wer braucht so etwas? Und – erstaunlicher noch – wer *trinkt* denn so etwas?

In Frankreich durfte ich dieses Jahr wieder einen wundervollen Landwein genießen, der das Portemonnaie schonte und den Gaumen erfreute. Es gibt sie doch, die guten Alternativen.

Kalter Kaffee

19. Dezember 2009 um 17:06 Uhr

Kaffeetasse - Foto (c) Gunjan Karun - Nutzung mit Creative Commons Lizenz - vielen Dank! - Quelle: http://www.flickr.com/photos/gunjankarun/2641352297/In der stets lesenswerten Spiegel Online-Serie „einestages“ finden sich immer wieder kleine Kostbarkeiten. Eine anstehende gesetzliche Regelung gegen Geschlechterklischees in der Werbung nahm man zum Anlass für einen kleinen Rückblik. Wunderbar.

Mein Hi- (besser Low-) Light, ein Beispiel der Jacobs Kaffeereklame der 70er. Der Text macht heute nur sprachlos:

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Wenn billig doch mal besser ist …

24. Oktober 2009 um 22:36 Uhr

Überraschend gut: Der Intenso PhotoPilot

Ein guter Freund nennt mich manchmal gemeinerweise ;-) HajoPro. Das kommt, weil ich gerne qualitativ hochwertige Produkte kaufe. Und auch bereit bin, dafür den passenden Preis zu zahlen.*

Nun sollte ein digitaler Bildrahmen mein Heim schmücken und mir täglich Freude bereiten. Klar, dass ich einen großen Bogen um die Billigheimer machte und schnurstracks (im Bogen?) auf einen Rahmen von Philips zuhielt. Und fürs Büro … ach, da tät’s ja vielleicht doch ein billiger. Also dann halt beide …

Und die Moral von der Geschicht? Teuer nicht immer besser ist.

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Rohware

11. August 2009 um 20:08 Uhr

Gelassen auf seinem Blatt: Der Frosch (c)2009 HJKienerManche Dinge muss man sehen, um sie zu verstehen. Das gilt besonders für die Photographie. So war es in meiner Jugend, als mir mein großartiger Lehrer Rüdiger Voerste zeigte, was Meisterschaft im Photolabor (und natürlich hinter dem Sucher) bedeutet.
Und so war es vor einiger Zeit, als mir Alexander, mein PTP (Persönlicher Technik Pionier :-)) vor Augen führte, was im Rohdatenformat moderner Kameras steckt: Die „Dunkelkammer von heute“ nämlich.
Wie von Zauberhand hatte er verloren geglaubte Details seiner Bilder zum Vorschein gebracht. Nach wenigen (aber sehr bewussten) Bearbeitungsschritten mit seiner Software.
Seit kurzem taste ich mich in dieses Gebiet vor und staune: Es fühlt sich wirklich fast wie damals an. Als ich mit tropfnassen Prints aus der Dunkelkammer kam und staunte, was für einen Zauber Chemie entwickeln kann. Nur dass es statt Silber (der Grundlage der S/W Photographie) heute Silizium ist.

MobilUNfunk

6. Mai 2009 um 22:54 Uhr

Was hat man uns im Jahr 2000 nicht alles versprochen: Mobile Banking, Mobile Office, Mobile Commerce, … eine ausgewachsene Revolution unseres Lebens und Arbeitens stand unmittelbar bevor.

Die Realität knapp zehn Jahre später ist eine andere: Immer noch holpern Gespräche von Funkloch zu Funkloch. Und auch 2009 gehen kostbare Gesprächsminuten für das fortwährende Wiederholen von unverständlichen Satzfetzen drauf. „Hä, die Windung ist echt?“ Nein, verdammt, die Verbindung ist schlecht!

Dabei will ich doch von den versprochenen Segnungen der mobilen Art nur eine einzige. Ganz bescheiden. Einfach Telefonieren.