Die Welt ist doch gerecht

30. Mai 2010 um 11:37 Uhr

Verdienter letzter Platz für den britischen SongKleiner Nachtrag: Das Beste am gestrigen Eurovision Song Contest war gar nicht die Spitze, sondern das Ende der Tabelle. Großes hat Britannien der Musikwelt schon geschenkt und dann das: Eine miese Nummer von der Waterman-Resterampe, notdürftig abgestaubt und aufpoliert: Billige Synthiesounds, die mich schon in den 80ern genervt haben, ein dumpfer Bumbum-Blöd-Beat, eine lächerliche Melodie, für die es selbst beim Schlagerfestival in der Provinz Tomaten geben würde und ein strahlender Musterschwiegersohn als Interpret. Einer, der sich öfters mit suchendem Glissando zur passenden Tonhöhe aufschwingt.

Den Gesetzmäßigkeiten des Wettbewerbs folgend dachte ich erschrocken: „Das kann doch wohl … … nur der Siegertitel werden.“ Weit gefehlt! Weit abgeschlagen landete der gute Josh mit „Sounds good to me“ auf dem letzten Platz. Tja, es hat wohl nur für ihn gut geklungen. Die Welt ist doch gerecht.

Fräuleinwunder

um 09:37 Uhr

Verdammt, sie hat mich. Dabei mag ich ihren Song nicht und der Lena-Hype der letzten Wochen rüttelte hart am Nervenkorsett. Ist es dieser schlichte Bühnenauftritt? Kein Feuerwerk, keine Spacekostüme, einfach ein deutsches Fräulein im dezenten Cocktaildress. Mit fröhlich-ungekümmerter Partylaune und mit Sätzen wie diesem: „Wir konnten das gar nicht fassen, weil das … weil wir das wirklich nicht … da … also, wir haben nicht damit gerechnet und es war so … wahnsinnig … … verdammt … … ähm … … anders.“

Stimmt, das war wirklich wahnsinnig … verdammt … anders. Dankeschön.

P.S.: Das war sogar so dermaßen anders, dass es – wie Daniel Haas von Spiegel Online richtig schrieb – selbst Großmaul Stefan Raab die Sprache verschlug. Das muss man frau erst mal hinbekommen.

Ganz in Weiß

4. Januar 2010 um 14:08 Uhr

Hmmm … weiße Weihnacht und der Schnee blieb sogar über den Jahreswechsel liegen. Was für ein Geschenk …

The best things in life are free ...

Preisvergleich

30. Dezember 2009 um 22:08 Uhr

Das ist mal ein echter Preisunterschied!
Hui, da soll mal keiner sagen, dass sich Preisvergleiche nicht lohnen. Aber wer nur kauft einen Blu-ray Player für den Gegenwert eines gut ausgestatteten PKW? ;-)

Gefunden in der Preisvergleichsecke eines Blue-ray Forums.

Ungewohnte Töne

15. Dezember 2009 um 08:32 Uhr

Gerade auf NDR Info: Die Sprecherin entschuldigt sich für einen Versprecher und fährt mit den Staumeldungen fort. Der Journalist im Studio drauf hin (mitteinrein): „Ich verzeihe Ihnen“. Ein kurzes gemeinsames Lachen und weiter geht’s im Text.

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Wer tauscht ein „e“ gegen ein „l“?

23. Oktober 2009 um 19:48 Uhr

Na los, Freiwillige vor!

Mit dem neuen ‚L‘ krieg ich für meinen Spiegel deutlich mehr Kohle:
Erste Tests stimmen mich schon mal hoffnungsfroh. :-)

Somebody set us up the bomb

10. Oktober 2009 um 12:23 Uhr

Oh boy ... somebody set us up the bomb!Die Geschichte um „Zero Wing“ und seine verhunzte Übersetzung ließ mich nicht mehr los und ich wollte genauer wissen, was es mit dem Kult um das Computerspiel vor rund 8 Jahren auf sich hatte.

Man kann nur vermuten, dass alles auf einen tapfereren Japaner zurückgeht, der mit rudimentären Englischkenntnissen an der Übersetzung des Spiels saß (und offensichtlich daran verzweifelte). Jedenfalls verdanken wir ihm die schönsten Dialoge. Wie diesen:

[Eine Explosion erschüttert das Raumschiff]
Captain: „What happen ?“
Mechanic: „Somebody set us up the bomb.“

Ist das nicht genial? Mehr davon?

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Nette Nachbarn

21. August 2009 um 20:11 Uhr

Komme gerade zurück von einem kleinen Spaziergang durch die virtuelle Nachbarschaft. Und darf berichten: Nette Leute mit Sinn für Sprache und Humor:

http://bitte-bitte.com/

Voices from the past – Part II

13. August 2009 um 21:53 Uhr

Einer fitten Mediengestalterin (merci Claudia!) verdanke ich ein unerwartet angenehmes Déjà-vu. Eine kleine Reise in meine musikalische Vergangenheit.

Obwohl ich als Drummer heute die Tasten nicht vermisse: Angefangen habe ich klassisch am Klavier, um dann später als Keyboarder mein Band-Unwesen zu treiben. Viele Aufnahmen aus den Jahren gingen verloren oder blieben auf ewig bei anderen Musikern. „Ich nehm die Aufnahme mal mit und mach Euch ein Tape“, war so ein gängiger Spruch.

Parboiled Compañeros auf DAT-TapeEin solches Tape wenigstens ist mir geblieben. Es stammt von einem Studiobesuch mit meiner Tübinger Band „Parboiled Compañeros“. Name entsetzlich, Musik ziemlich klasse.

Wie gern hätte ich die Aufnahmen nochmal gehört, doch was tun mit einem digitalen DAT-Tape? Das beste was man Ende der 80er auftreiben konnte … und heute ziemlich nutzlos. Wer kommt schon an einen DAT-Player heran? Claudia zum Glück. Und mit ihrer Hilfe kann ich heute unserem Sound von damals lauschen. Kostprobe?

Compañeros (Komponiert von Guido, Arrangiert von den P.C.)

Die Nächste bitte!

4. März 2009 um 20:48 Uhr

Foto (c) emailleschilder.com - für die freundliche Genehmigung besten Dank! Erkältungszeit – das Wartezimmer ist schon frühmorgens voll. Und überheizt. Kaum Blickkontakt. Klar, denn jeder ist ein wenig mit sich beschäftigt. Von Zeit zu Zeit verlässt jemand den Raum, neue Patienten nehmen Platz.

Zwischen all dem Husten und Schniefen hört man ein tiefes Brummen. Heute nervt es sehr. Auch das Gewackel auf den Sitzen. Aber für mich hat’s bald ein Ende. „Die Nächste bitte!“, denke, nein: flehe ich! Sie heißt „Mönckebergstraße“. Nichts wie raus, adieu Schnellbus 36! Vielleicht laufe ich heute Abend zu Fuß nach Haus. Gesünder wär’s allemal.